justcarve

Flims | Laax | Falera im März 2010


Es war einmal in einem nicht so weit entfernten Land, vor nicht all zu langer Zeit. Da fuhren 5 unerschrockene Ritter mit ihrem Carvemobil zu einer unchristlichen Zeit in Fürth los, um die Pisten in F/L zu erobern.

Der Weg führte obligatorisch über den Schankwirt MC Donalds in Lindau, doch dort wurde nur mangelhaftes Frühstück serviert und die 5 fuhren schnellen Rades wieder weiter. In dem sagenumwobenen Liechtenstein angekommen, besuchten sie erst den ehrenhaften Carver „Remo„ und erhielten ihre Waffen.

Es ging weiter auf dem schnellsten Weg in das gelobte Land, hinter den vielen Bergen mit den vielen Pisten.....FLIMS/LAAX.
Nachdem das Carvemobil geparkt war, mussten sie erst mal das notwendigste, klein gehaltene Gepäck zur Liftstation befördern. Andere Reisende hatten nur einen Rucksack und das Gleitmaterial dabei, unsere Helden reisten mit mehreren Brettern, Stiefeln und Taschen an. Der Auftritt war ihnen würdig!

Ungläubig fragte der Frontsidebomber das gnädige Fräulein an der Zahlstelle, ob denn wirklich der Skipass in der geringen Pauschale dabei wäre und tatsächlich war alles in dem Preis inbegriffen. F/L fing schon sehr gut an.

Auf, auf in die Seilbahn!

Das „geringe“ Gepäck wurde auf mehrere Kabinen verteilt und es ging hinauf den Berg. Frodo und Tucke rätselten die ganze Fahrt über, muss man auf dem Weg zum Berghaus Nagens (im Volksmund auch „Natschens“) umsteigen oder nicht? Und siehe da, man musste umsteigen! Raus das Gepäck aus den Gondeln und umgeladen in die nächste.

Oben angelangt, sah das Gebiet schon sehr vielversprechend aus. Die Wirte empfingen sie bei der Ankunft noch nicht, da sie Mittagsruhe hielten. Doch dies konnte unserer tapferen Carver nicht aufhalten, sie wechselten ihre Modekleidung, schlüpften in Hitec-Rüstungen und erkundeten die naheliegenden Pisten.

Frodo stand das erste Mal auf dem „Two“ und im Eifer des Gefechts wurde er gleich bei der ersten Abfahrt von der Gruppe getrennt und fuhr gleich hinab ins Tal bis in den Ort runter. Die Abfahrt ist sehr zu empfehlen, doch für den ersten Ritt war es ein Kampf.

Fazit: Sensationell! (23,24,12,13,16 lauten die gepriesenen Ziffern)

Am nächsten Tag wurden sie von dem Aufziehen des Sonnenballes zu früher Stund geweckt und hielten eine fürstliches Frühstück ab. Es ist zu erwähnen, dass auch der Abendschmaus sehr köstlich war und dies über die Zeit hinweg auch bleiben sollte. Kaum wurde der letzte Bissen verzehrt und das ein oder andere Gedärm entleert, ging es auch schon los. Der Kanzler und die Tucke überraschten die anderen Carver mit einem edlen Umhang auf welchem groß die heiligen Buchstaben prangten: JUST CARVE!

Dann aber schnell rein in die Hardboots und drauf auf die Boards. Draußen angelangt, konnten sie es nicht glauben. Rillen so weit das Auge reichte und kein Schwein weit und breit. So haben sie es sich den ganzen Sommer über vorgestellt. So und nicht anders!

Erst wurden die steifen Glieder auf den neu erschlossenen Pisten warm gefahren und dann wurden die unerforschten Weiten von Flims/Laax weiter erkundet. Die ganze Zeit über wurden sie von ihrem treuen Gefährten, dem Sonnenball, begleitet.

Über die Route 27 glitten sie vor sich hin und auf einmal erhob sich vor ihnen in voller Pracht der Gletscher. Was für ein Anblick, in seinem wundervollen weißen Kleid!

Nach einer kurzen Stärkung wurde erforscht, ertastet, frontside, backside, grab!
Was für ein wundervolles Gefühl!!

Der erste volle Pistentag ging seinem Ende zu und die euphorisierten Carver traten den Heimweg nach Burg Nagens an.

Die Bewirtung der Burg Nagens ist top und auch die Wirtinnen sind schön anzusehen. Nach einem ausgiebigen und leckeren Abendschmaus fielen sie in ihrem „Lager 8“ zeitnah in einen tiefen Schlaf, begleitet von einer lauten Schnarchmelodie, gesungen von Tucke und Kamikaze.

Das war ein sehr schöner Tag und es sollten noch einige folgen.

Am zweiten Tag sollte der Pistentag mit einem Schock beginnen. Bei der ersten oder zweiten Abfahrt (die Überlieferung ist nicht sicher) öffnete sich die Bindung von der Kamikaze in einer tiefliegenden Frontside und wie durch einen Schutzengel bewacht, verletzte er sich nicht. Während der Reparaturzeit nutzten die anderen Carver die Gunst der Stunde und übten ihr Fahrkönnen, um dann wieder vollzählig weiter zu reisen.

An diesem Tag wurde ein weiteres Gebiet erschlossen: „das Japsenviertel“
Es besteht aus vielen wundervollen Pisten, die alle nach bekannten Samurais benannt sind bzw. klingt es so in den Ohren unserer Protagonisten. Weitere Details sind nicht bekannt. Besonders zu erwähnen ist auch die sehr zu empfehlende Bar Plaun. Unter freiem Himmel war das ein oder andere alkoholische Getränk zu genießen, aber auch die nicht berauschenden Tropfen waren nach einem langen Pistentag nicht zu verachten. So ließ man von der Sonne gestreichelt den Tag Revue passieren, durchlebte noch einmal einen Laydown oder erfreuet sich einfach an dem Antlitz der reichlich vertretenen Snowboardgöttinnen.

An den nächsten Tagen sollte die ganze Sensation auf Film und Bild festgehalten werden. Die einzelnen Carver packten je nach Leistungsvermögen ihre Künste aus
und die sich abwechselnden Kameramänner filmten aus den verrücktesten Perspektiven. Es wurde sich mächtig ins Zeug gelegt und so kam sehr viel Futter für die späteren Filme zu Stande. Eine der besten Sequenzen wurde festgehalten, als die Tucke in einem sehr, sehr extremen Laydown auf Frodo zuflog und dieser ohne mit der Wimper zu zucken die Kamera festhielt und diesen besonderen Moment einfing.

Durch den erheblichen Einsatz waren unsere 5 Freunde jeden Abend sehr ermüdet und sogar die Kamikaze wollte eines Tages sofort nach dem Essen ins Bett. Es war 20.15 Uhr! Durch die Erlebnisse des Tages, der Anstrengung und auch der Vorfreude auf den kommenden Tag und somit die nächsten Abenteuer fiel in diesem Jahr das Turnier der Kapselkämpfer aus. Der Kapselweltmeister war und ist somit Frodo, der sich im letzten Wettkampf gegen den Frontsidebomber in einem Kopf an Kopf Rennen behaupten konnte.

Das „Lager 8“ hat sich heimlich in das Herz unserer Carver gebrannt. Trotz Enge und übler Gerüche und Geräusche würden sie es nicht eintauschen wollen. Die Sonne zauberte jeden Morgen ein Lächeln auf ihre müden Gesichter und so war auch der größte Langschläfer früh auf den Beinen und fieberte der ersten Rillenbefahrung entgegen.

Von 7 Pistentagen war nur einer mit durchwachsenem Wetter. Es ist unglaublich aber wahr. Wir sehen das nicht als selbstverständlich an, sondern fühlen uns geehrt, ein solches Naturspektakel erleben zu dürfen. Den einen Tag nutzten Frodo und Tucke die müden Glieder zu revitalisieren, doch die anderen 3 waren nicht zu bremsen und erlebten einen anderen aber auch wieder sensationellen Tag.

Jede Abfahrt war ein Genuss. Das Gebiet ist so vielfältig, dass für jeden etwas dabei ist. Wir haben uns auf einen Stil festgelegt aber man muss trotzdem erwähnen, dass F/L sehr viel für den Snowboardsport tut und der Snowpark gigantisch ist. Da schlägt jedes Freestylerherz höher und die Freerider können sich auch vollkommen austoben.

Jeder der 5 Freunde hat sich in seinem Fahrkönnen noch mal gesteigert und es war ersichtlich, dass die belegten Kurse ihre Wirkung zeigten. Es helfen sogar 5 Minuten der kostbaren Carvezeit, die man abzweigt um jemanden etwas zu zeigen, damit dieser Fortschritte erleben kann.

Am Ende sind sie mit strahlenden Gesichtern und einem weinenden Auge abgereist.
Allerdings mit der Gewissheit in ihren Köpfen: WIR KOMMEN WIEDER!!!

JUST CARVE

Frodo

zurück