justcarve

Black Diamond/Bastard von Pureboarding (vormals "Das Ding")

Fahreindrücke


First run

Wir kommen aus dem Lager der Schmalbrettfahrer und hatten in der Wintersaison 2008/09 bedingt durch Brettbrüche den ersten Kontakt mit dem neuen Pureboardingbrett. Da unsere Fahrphilosophie in der Vielseitigkeit des Snowboardens liegt, versuchten wir auch mit unseren schmalen Brettern so gut es damit ging, das uns zur Verfügung gestellte Pistenspektrum auszunutzen.

Aufgrund der Brettbreite, ich glaube irgendwas um die 23 cm, haben wir unsere Bindungswinkel in für uns unbekannte Regionen unterhalb der 60°- Grenze verschoben. Vorne 55° und hinten 50°.

Die ersten zwei Schwünge waren schon etwas komisch für einen Schmalbrettfahrer (75°,70°), aber dann ging es auf einmal so einfach in die Knie. Mir kam es so vor als wäre die effektive Kante nach hinten versetzt und man kann das Brett sehr weich von hinten raus fahren, aber daran hat man sich sehr schnell gewöhnt. Subjektive Einschätzung des Brettes - weich abgestimmte Nose, härteres Tail und gut torsionssteif.


gut gewalzte, harte Piste:

- sehr guter Kantenhalt ohne schnell zu verschneiden
- je nach Belastung sehr flexibel im Radius
- beim umkanten kein wirklich spürbarer Unterschied zu einem Schmalbrett
- hoher Fahrkomfort auch in bis zur Vollendung (sprich sehr tief) gefahrene Front/Backsides

sehr harte Piste:

- auch auf Eis hält die Kante

Neben der Piste:

- jederzeit auch abseits der Piste fahrbar
- aufgrund der Breite genügend Auftrieb
- durch die Verlagerung der effektiven Kante nach hinten brennen die Oberschenkel später

Fakie / Pistentricks:

- Fakiefahren ist problemlos möglich
- Sprünge und andere Tricks ebenso (zählt hier der Frontsidegrab auch dazu???) na klar!

Kicker:

- Fehler verzeihend und angenehm zu landen

Fazit:

Ein sehr angenehm und einfach zu handhabendes Carvingboard, das alles bietet was man sich wünscht: hohe Laufruhe, sehr guter Eisgriff und Kantenhalt, gelegentliches powdern ist auch gut möglich. Das wichtigste ist jedoch das man zum ordentlichen carven nicht unbedingt auch optimale Pisten braucht sondern auch sehr gut durch zusammen geschobene Schneehaufen am späten Nachmittag durchaus mit guter Qualität fahren kann.

Unsere am Anfang angesprochene Fahrphilosophie wird vollends befriedigt. Gerade die Möglichkeit des vielseitigen Einsatzes des „Dinges“ faszinierte uns. Es muss nicht immer in einer extremen Steillage gefahren werden um Spaß zu haben. Sanftes schwingen über den Schnee mit dem „Ding“ bereitete uns sehr viel Freude und ein verdammt breites Grinsen...

… das Grinsen wurde allerdings bei den Laydowns noch viel breiter und nur durch unsere Ohren gestoppt.

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