justcarve

Kaunertal im November 2008

Coachingwochenende mit Pureboarding

Angereist sind der Kamikaze, der Frontsidebomber und die Tucke am Freitag Abend.
Als wir aus dem Tunnel zum Kauni gefahren sind haben wir vor lauter Freude über den Schnee erstmal drei Bier auf gemacht und sind dann prompt an unserem Hotel vorbei gefahren, was uns aber erst an der gesperrten Gletscherstraße aufgefallen ist. Also umdrehen und zurückfahren. Am Hotel eingecheckt gings gleich zum Nachtessen und somit auch zur ersten Kontaktaufnahme mit den Jungs von Pureboarding. Nach dem Essen wurden die Gespräche bis um 03:30 an der Bar mit viel Bier und Schnaps weitergeführt. Das Ergebnis war, daß uns Jörg Egli für "die Verrückten" erklärt hat, um die man sich nicht weiter kümmern muss, alle anderen wären die "normalos" die man noch vom Spirit überzeugen kann. Zumindest für dieses Wochenende.

Wie man sich vorstellen kann hatten einige von uns am Samstag morgen einen ordentlichen Brummschädel. Ich persönlich war froh um meinen ersten Ausflug mit Helm, so hat wenigstens was mein Hirn zusammen gehalten. Nach einer halbstündigen fahrt zum Gletscher ging es dann auch gleich los. Unser Coach hieß Michi und ich muss hier mal erwähnen," danke für Deine Geduld mit uns unmotiviertem Haufen von Chaoten." Also ab auf eine Piste ,die uns zuerst viel zu flach erschien. Wie sich dann herausstellte war sie jedoch genau richtig für uns und das was folgen sollte.

Immer nur ein bis zwei Turns fahren und ordentlich rotieren (Zitat Michi:“wo bleibt die Rotation – du musst noch mehr rotieren“) und alles mit mäßiger Geschwindigkeit. Dann gab es mittags endlich was gegen diese furchtbaren Kopfschmerzen und nach viel Wasser verging auch das Kotzgefühl. Nachmittags hat uns endlich mal jemand verraten wo man in der Back- und Frontside am besten die Kante zu belasten hat. Mir ist auf einem Ziehweg dann irgendwann aufgefallen das mein Rocket vorne komisch flattert. Im Lift bemerkte ich dann auch, daß sich das Top sheet vor der Bindung wellt. Wie sich später herausstellen sollte handelte es sich um einen Stauchungsschaden.

Der Jörg Egli hat mir dann für den Sonntag sein neues „Ding“ gegeben und mir nur viel Spaß gewünscht. Und den hatte ich reichlich. Ich kam so tief wie noch nie in die Knie was ich auf den flacheren Bindungswinkel schiebe.

Sonntags wurde natürlich auch weiter gecoacht, zuerst die Sachen vom Samstag kurz wiederholt (Rotation, ordentlich in die Knie beim umkanten,...) und dann kam der Knaller: Posen pur: Frontsidegrabben im Backsideturn. Wer den Jörg von Pureboarding kennt weiß wovon ich rede. Also üben, üben und nochmals üben. Nachmittags ist dann jeder das gefahren wozu er gerade Lust hatte. Bei unserer letzten Abfahrt hat dann auch unsere Bomber sein Rocket geschrottet, Bindung samt Inserts aus dem Brett gerissen. Im Hotel haben wir dann gleich zwei „Dinger“ für unsere Woche in Davos klar gemacht.

Bilder vom Wochenende gibts hier.

Unser Fazit zum Kaunertal:

  • Es war materialintensiv.

  • Zum coachen ein perfektes Wintersportgebiet, da es viele Flache und ebene Pisten gibt. Für ein Wochenende zum richtigen carven ist es zu klein und die Abwechslung fehlt.

  • Die Jungs von Pureboarding sind gut drauf und kann man nur weiter empfehlen, da sie nicht nur flachcarven, sondern auch die Pisten lesen können. Das soll heißen, sie spielen mit der Piste und ihren Wellen.

  • Wir kommen wieder.

Möge die Kante mit euch sein.

Die Tucke

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